Judith

Wir nennen unsere „Judith“ eine neue Mozart-Oper, etwa wie „Die Zauberflöte“ oder „Die Entführung aus dem Serail“, wo Rezitative und Arien durch gesprochene Dialoge ergänzt werden. Friedrich Hebbel schrieb sein Schauspiel „Judith“ um 1840 und seine Worte, die wir in Mozarts Oratorium eingefügt haben, fühlen sich noch heute modern und zeitgemäß an. Man könnte sagen, die Uckeroper macht wieder eine Deutsche Erstaufführung und genau wie in „Dein ist das Reich“ brodelt es von Gefühlen, Temperament, Ernsthaftigkeit und wortwörtlicher Handgreiflichkeit.

Die jüdische Stadt Bethulien wird vom syrischen Feldherrn Holofernes belagert und durch die entschiedene Tat der Witwe Judith schließlich befreit: sie schleicht in das feindliche Lager, fordert Holofernes heraus und tötet ihn in einer Liebesnacht.

In der Bearbeitung von Rydholm und Müller-Brandes entsteht ein packendes Musikdrama zu einem sowohl biblischen als auch zeitaktuellen Thema, das in dieser Form noch nicht gezeigt wurde.


Aktuell Gesucht: Chorsänger

Die Inszenierung von Holger Müller-Brandes setzt darauf, den Chor als lebendigen Akteur einzubinden. Wer Interesse hat mitzumachen, gegen eine kleine Aufwandentschädigung pro Vorstellung, sowie eine Fahrtkostenerstattung, meldet sich bitte bei Beate Schwigon: info@uckeroper.de und erhält dann weitere Informationen.


Besetzung

Judith, eine Witwe

Anna Vishnevska studierte 2010-2015 Gesang und Gesangspädagogik an der Alfred Schnittke Akademie in Hamburg. Bereits während des Studiums entdeckte Sie die in ihrer Stimme gut liegende Partie aus dem Jugendwerk von W.A.Mozart. Nun freut sie sich sehr darüber, die Rolle der Judith in der Uckeroper-Produktion zu verkörpern.

Seit ihrem Abschluss ist Anna Vishnevska freischaffend tätig. Sie leitet mehrere Chöre, unterrichtet Gesang und ist als Solistin in Kirche und Konzert zu hören. Mit ihrem Gesang ist sie in verschiedenen Genres – von Ukrainischem Volkslied und Klezmer bis hin zu Neuer Musik und Freier Improvisation – zuhause.

Amital, eine reiche Frau

Irina Prodan – Sopran
Die gebürtige Ukrainerin Irina Prodan hatte schon sehr früh ihre Leidenschaft zur Musik und dem Tanz entdeckt. So erhielt sie eine umfassende musikalische Ausbildung im Hauptfach Klavier, und später auch Saxophon in ihrer Heimatstadt Odessa. Durch ein Auslandsstipendium kam sie nach Deutschland und absolvierte hier ihr Studium im Fach Saxophon und Gesang.

Irina Prodan war bei zahlreichen Uraufführungen im Bereich Neuer Musik beteiligt und verfolgt ein stilistisch breitgefächertes Repertoire. Mit großer Leidenschaft widmet sie sich Crossover-Projekten in denen die Grenze zwischen Jazz und Klassik nicht mehr existiert.

Achior, Vertrauter von Holofernes

Kento Uchiyama – Bass-Bariton
Der japanische Bassbariton startete seine gesangliche Karriere in der Oberschule in seiner Heimatstadt Osaka. Dort trat er als Prof. Higgins in My fair Lady auf, und fand seine Leidenschaft für die darstellende Kunst. Er studierte Gesang in Kyoto und war Ensemblemitglied des Theaters Biwako, bevor er 2019 nach Deutschland kam.

In Oktober 2022 schloss er sein Masterstudium an der UdK Berlin ab. Als Sänger mit japanischem Hintergrund hat er ein unerschöpfliches Interesse und Neugier das deutsche Repertoire zu erforschen.

Carmi, Stimme des Volkes

Lea Kohnen – Sopran
Mozarts Opern faszinierten Lea Kohnen schon mit drei Jahren so sehr, dass sie unbedingt Sängerin werden wollte. Viele Jahre später, in denen sie u.a. als Despina, Zerlina und Ilia bereits aufgetreten ist, freut sie sich nun ganz besonders darauf, mit der Uckeroper ein weniger bekanntes (aber ebenso schönes) Werk von Mozart auf die Bühne zu bringen. Sie studiert derzeit im Masterstudiengang Oper an der Universität der Künste Berlin.

Cabri, Stimme des Volkes

Birgitta Rydholm – Sopran
Weit war der Weg der schwedischen Sopranistin von den Wäldern in Småland zu der offenen Landschaft der Uckermark: Stockholm, Göteborg, Malmö, Braunschweig und Berlin. Und überall war Mozart dabei als ein roter Faden.
Eine „Stimme des Volkes“ zu sein ist ihr eine Ehre und das Singen wie immer ein Genuss.

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